WAZ vom 20. Oktober 2011

Zu Gast bei Georg Kreisler

„Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen“: Lieder und Texte beim 4. Schloss Berge-Konzerte der Lions

Von Kira Schmidt

„Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen“, so lautete der Titel des 4. Schloss Berge-Konzertes des Lions Clubs. Im Mittelpunkt standen Lieder und Texte von Georg Kreisler, die einen tiefen Einblick gaben in die Seele des Mannes, der sich mehr als Schriftsteller begreift, denn als politischer Liedermacher.

Auf den ersten Blick zum Lachen, auf den zweiten fast zum Weinen – so kommen viele seiner Lieder daher, die von Mark Weigel interpretiert wurden, begleitet von Askan Geisler am Klavier. Ein solches etwa ist das Lied „Weg zur Arbeit“, in dem Kreisler das Gefühl aufarbeitete, das er als Jude hatte, nachdem er aus dem amerikanischen Exil zurückgekehrt war und nun auf ehemalige Nazis traf. In diesem Lied, brillant interpretiert von Weigel, schildert der Autor den Gruß über die Straße an jene, die früher den Arm zum Gruße hoben und später die deutsche Doppelmoral der 50er Jahre lebten. Über die Bissigkeit des Liedes lächelt man zwar, sein Tiefgang aber überdauert diesen Moment.

Ergänzt wurden solche Momente durch Textpassagen, überwiegend Kreislers Biografie „Letzte Lieder“ entnommen und vorgetragen von Thomas Weber-Schallauer, der sich einfühlte in die Seele des Schriftstellers.

Trotz aller Gesellschaftskritik an diesem Abend gab es viel zu lachen. Und da der Mensch ja bekanntlich am herzhaftesten über Seinesgleichen lacht, ohnehin. So sorgte etwa das pfiffige Lied „Bidla Buh“ für gute Laune, in dem Mark Weigel geradezu strahlend von den vielen Frauen erzählt, die er ach so sehr geliebt hat und dennoch um die Ecke brachte. Danach aber, beteuerte er singend, habe er sie noch mehr geliebt.

Das Publikum ließ sich ein auf Georg Kreisler, entfaltete Freude an dessen Direktheit, dessen Witz, und nahm auch derbe Formulierungen nicht übel, wie sie etwa im Lied „Der Staatsbeamte“ vorkommen.

Das Finale dieses hochkarätigen Abends bildete das Lied „Gelsenkirchen“, die musikalische Reflexion der Stadt, kompromisslos kritisch und dabei urkomisch, das damals in der Stadt für einen Aufschrei sorgte, jetzt für Jubelrufe. Und das stand nicht im Gegensatz zu Kreislers Auffassung: „Ich möchte als Künstler nicht bewundert, sondern verstanden werden.“ Die Einnahmen gehen ans Oberhausener Friedensdorf.

WAZ vom 07. Oktober 2011

Das gibt es nur bei uns in Schloß Berge

Lions Club Gelsenkirchen-Buer veranstaltet einen Georg-Kreisler-Benefizabend

Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen: Dieser Liedtitel steht für ein ganzes Programm, wenn der Lions Club Gelsenkirchen-Buer am Freitag, 14. Oktober, zu seinem 4. Schloß-Berge-Konzert einlädt. Der musikalische Abend, der um 19.30 Uhr beginnt, erinnert an den Kabarettisten und Zeitkritiker Georg Kreisler.

Im Mittelpunkt des Konzertes stehen drei Musiktheater- Künstler. MiR-Dirigent Askan Geisler wird am Flügel die musikalische Begleitung übernehmen von Mark Weigel, die die bekannten Lieder von Georg Kreisler präsentieren wird, die humorvoll oder bissig gesellschaftliche Entwicklungen und menschliche Schwächen aufs Korn nehmen. Thomas Weber-Schallauer wird Texte vortragen aus Kreislers Autobiografie „Letzte Lieder“. Höhepunkt des Kreisler-Abends wird das Lied „Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen“ sein, das 1961 als satirische Abrechnung mit der Bergbaustadt für Empörung gesorgt hatte und heute mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein wahrgenommen wird. Der Erlös ist für das Friedensdorf Oberhausen bestimmt.

Karten gibt es in der Goldschmiede Böckmann, Ophofstraße, und bei Musik Gläsel, Gildenstraße.

Vorabbericht auf www.gelsenkirchen.de

Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen

Lions Club veranstaltet Schloss-Berge-Abend mit einem Georg-Keisler-Konzert

Noch sind Karten zu haben für das 4. Schloss-Berge-Konzert des Lions Club Gelsenkirchen-Buer. Der Georg-Kreisler-Abend findet am Freitag, 14. Oktober 2011 um 19.30 Uhr, statt.

Mark Weigel, der in verschiedenen Produktionen, unter anderem in „Adam Schaf hat Angst“, am Musiktheater gastiert hat, singt bekannte Lieder von Georg Kreisler, die humorvoll, zeitkritisch oder bissig gesellschaftliche Entwicklungen und menschliche Schwächen aufs Korn nehmen.

Askan Geisler, Solorepetitor und Dirigent am MiR, der 1998 für sein brillantes Klavierspiel mit dem „Folkwangpreis“ ausgezeichnet worden ist, übernimmt am Flügel den Klavierpart - wie immer mit der ihm bekannten Präzision und Spielfreude.

Thomas Weber-Schallauer spricht Texte aus der von Kreisler verfassten Biografie „Letzte Lieder“, die Sandra Wissman (MiR) mit Bernd J. Kaiser zusammengestellt hat. Weber-Schallauer ist den Gelsenkirchener bestens in Erinnerung als Oberst Pickering in ‚My Fair Lady’ oder als Metzger Lazar in ‚Anatevka’.  seinen Lesebeitrag erfahren die Besucher viel über das wechselvolle Schicksal Kreislers als musikalischer Berater, Dirigent, Pianist und Kabarettist, der sich in seinen Chansons immer auch als politischer Liedermacher verstand. Lieder wie „Wenn ich lieben dürfte“ verraten einiges über sein Verhältnis zum weiblichen Geschlecht. Kreisler lebt heute mit seiner vierten Ehefrau Barbara Peters in Basel.

Höhepunkt des Konzertes ist das Lied „Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen“, das 1961 als satirische Abrechnung mit der Bergbaumetropole für helle Empörung gesorgt hat, heute aber mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein wahrgenommen wird.
So sieht Oberbürgermeister Frank Baranowski in seinem Grußwort das Lied mit Gelassenheit und hebt die Vorzüge der Stadt mit dem Charme und die Herzlichkeit seiner Bürgerinnen und Bürger hervor.

Wie bei den ersten drei Schloss-Berge-Konzerten geht der Erlös an das Friedensdorf in Oberhausen, das schwerverletzten Kindern eine medizinische Behandlung in deutschen Krankenhäusern ermöglicht. In den ersten drei Konzerten haben die Mitglieder des Lions Clubs Gelsenkirchen-Buer zusammen mit Spenden 25.500,00 EUR an das Friedensdorf überwiesen; dadurch konnte über 50 Kindern ein Flug aus Krisengebieten der Welt nach Deutschland finanziert werden.

Karten können im Vorverkauf bei der Goldschmiede Böckmann, Ophofstraße 7, Gelsenkirchen-Buer oder bei Musik Gläsel, Gildenstraße 8, Gelsenkirchen-Altstadt zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 12 Euro) erworben werden.

www.gelsenkirchen.de (als PDF)

WAZ vom 24. September 2011

Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen

Der Lions Club Buer veranstaltet sein viertes Schloss-Berge-Konzert zugunsten des Friedensdorfs in Oberhausen mit einem Georg-Kreisler-Abend. Vorverkauf gestartet

Von Deborah Vogtmann

„Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen“ – unter diesem Motto veranstaltet der Lions Club Buer am Freitag, 14. Oktober, um 19.30 Uhr sein viertes Benefiz-Konzert im Grafvon- Limburg-Saal in Schloss Berge. Der Titel des Konzertes spielt auf das gleichnamige Lied von Georg Kreisler an, das 1961 als satirische Abrechnung mit der Ruhrgebietsstadt für Aufruhe sorgte. Der Titel zeigt aber auch, worum es an diesem Abend geht, nämlich um Georg Kreisler.

Dessen schwarzhumorigen, sarkastischen und bissigen Lieder werden von Mark Weigel gesungen. Er hat bereits in verschiedenen Produktionen am Musiktheater im Revier gastiert, unter anderem in „Adam Schaf hat Angst“. Askan Geisler, Solorepetitor und Dirigent am Musiktheater, übernimmt am Flügel den Klavierpart.

Neben Liedern gibt es auch Texte von Georg Kreisler zu hören. Als eine Art Moderator führt Thomas Weber-Schallauer durch den Abend und spricht Texte, die überwiegend aus Kreislers Biografie „Letzte Lieder“ stammen. Sie wurden von Sandra Wissmann vom Musiktheater zusammen mit Bernd Kaiser vom Lions Club zusammengestellt.

Wie bei den ersten drei Schloss-Berge-Konzerten geht der Erlös an das Friedensdorf in Oberhausen, das schwer verletzten Kindern aus Krisengebieten der Welt einen Flug nach Deutschland finanziert und somit eine medizinische Behandlung in deutschen Krankenhäusern ermöglicht.

Der Vorverkauf für das vierte Schloss-Berge-Konzert startet am heutigen Samstag, 24. September. Rund 250 Besucher passen in den Graf-von-Limburg-Saal. Karten gibt es für 15 (ermäßigt zwölf) Euro bei Böckmann Goldschmiede an der Ophofstraße 7 in Buer und bei Musik Gläsel an der Gildenstraße 8 in der Altstadt. An der Abendkasse kostet der Eintritt 20 (ermäßigt 15) Euro.

WAZ online vom 23. September 2011