Traditionelles Einkehrwochenende in der Benediktinerabtei Gerleve

Bereits zum zehnten Mal haben sich an einem Wochenende im Januar 2015 Lionsfreundinnen und -freunde in der Benediktinerabtei in Gerleve getroffen, um in der Hektik des Alltags Ruhe zu finden und sich sich mit einem Thema von aktueller Bedeutung auseinander zu setzen. Für dieses Wochenende haben sich die Teilnehmer das Thema "Glück" ausgewählt.

Über die Bedeutung dieser Tage der Einkehr berichtet der LION in der Ausgabe Mai 2011.

Jahr   Thema Referent Teilnehmer
2006 Islam Gerhard Dunker, Kirchenrat der evg. Kirche von Westfalen 20
2007 Ethik in einer globalisierten Welt Dr. Ferdinand von Alvensleben, Brilon 18
2008 Familie im Wandel der Zeit Dr. Dirksen, Gelsenkirchen 16
2009 Judentum Pfr. Bernhard Lücking, Duisburg 17
2010 Orden – Welche Bedeutung haben sie
für Kirche und Gesellschaft?
Pater Dr. Marcel Albert OSB
Pater Anno Müller TC
15
2011 Esoterische Bewegungen und Scientology   Pfr. Andrew Schäfer, Düsseldorf 15
2012 Buddhismus Dr. Werner Höbsch, Köln 18
2013 Christentum Pastor Christian Böckmann, Essen 16
2014 Zeit Prof. Dr. Dieter Hannemann,
Prof. Dr. Helmut Hasenkox
18
2015 Glück Pater Dr. Daniel Hörnemann
(Pfr. Dr. Frank Schlägel erkrankt)
20
2016 Abschied und Neubeginn Pater Dr. Daniel Hörnemann OSB  
2017 „Laudato si. Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ - Die Umweltenzyklika von Papst Franziskus Propst Markus Pottbäcker  
       

Eine Auszeit in Einkehr, LION, Mai 2011, S. 48.

Eine Auszeit in Einkehr

Von Bernd J. Kaiser

Tradition und Höhepunkt im Lions-Jahr des Clubs Gelsenkirchen-Buer

Es ist schon eine gute Tradition im Lions Club Gelsenkirchen-Buer: Seit sechs Jahren fahren an einem Wochenende zwischen 15 und 20 Lions-Freundinnen und -Freunde freitags nach Gerleve, um in der Benediktinerabtei ein Wochenende der Besinnung zu erleben.
Nach dem Bezug der Einzelzimmer geht es erst einmal in die Abteikirche, um mit der Vesper und dem besinnlichen Choralgesang der Mönche Ruhe und den nötigen Abstand von der hektischen Woche einkehren zu lassen. Auch wenn der Besuch der Gottesdienste und Gebetszeiten wie Sext und Vesper freiwillig ist, nehmen alle teil.
Schon beim bescheidenen Abendessen im Exerzitienhaus fällt die Last der Woche ab; nicht nur hier, sondern bei allen anderen Mahlzeiten entwickeln sich gute Gespräche zwischen den Lions- Freunden, die immer in anderen Kombinationen an den Tischen zusammen sitzen.
Nach dem Essen gibt es einen ersten, vom allgemeinen Thema des Wochenendes unabhängigen Vortrag von Pater Dr. Daniel Hönemann OSB, der zu einem Thema aus der Bibel lebendig referiert und dabei den Transfer in unsere Gegenwart nicht vergisst.
Dann beginnt der Teil, dem alle Teilnehmer die gleiche Wertigkeit zumessen wie dem Seminar: das Zusammensitzen im „Blauen Salon“. Alle genießen es, anders als bei den monatlichen Meetings, bei denen jeder an die Rückfahrt mit dem Auto oder an den folgenden Berufsalltag denkt, ungezwungen bei Bier, Wein oder Wasser Einzelgespräche zu führen oder an Diskussionen in der Gruppe teilzunehmen. Viele Themen werden angesprochen, die in der Zeit danach zur Aktivierung eines lebendigen Clublebens einen wichtigen Beitrag leisten.
Der Samstag dient der Erarbeitung des eigentlichen Themas des Wochenendes. Herausragende Referenten haben durch Vortrag und Diskussionsbeiträge wichtige Themen beleuchtet, die bisher jeder nur im Ansatz kannte: Islam, Judentum, Ethik in einer globalisierten Welt, Familie im 21. Jahrhundert, Bedeutung von Mönchsorden in einer säkularisierten Welt, Sekten, Esoterik und Scientology. Textdokumente, Filme oder der Besuch einer Synagoge sorgen für die notwendige Auflockerung und Vertiefung.
Am Sonntag gibt es nach dem Frühstück die Gelegenheit zum kritischen Rückblick und zum Ausblick. Alle wollen im nächsten Jahr wiederkommen, um

  • für ein Wochenende in die Abgeschiedenheit einer Benediktinerabtei abzutauchen,
  • sich in ein Thema von aktueller Bedeutung zu vertiefen,
  • Gespräche mit Lions-Freundinnen und -Freunden in gemütlicher Atmosphäre zu führen.

Bei der Rückfahrt nehmen alle den Benediktinergruß „Pax“, der jedem, der seinen Fuß über die Schwelle des Klosters Gerleve setzt, Frieden wünscht, mit zurück in die Familie, das Alltagsleben und den eigenen Club.