ALBA - Weiße Schatten

Während eines Besuchs der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen konnte sich der Lions Club von der hervorragenden Arbeit der Anstaltsleitung und Betreuer mit den Inhaftierten überzeugen.

Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europa werden insgesamt 600 alte, benutzte Bettlaken von weiblichen Inhaftierten der Gelsenkirchener JVA unter Anleitung des niederländischen Künstlers Aloys Cremers mit Farbe und allen möglichen Materialien bearbeitet. Danach wird das bemalte Tuch bewußt Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt und am Ende der Bleiche mit einer Länge von 1 Kilometer zu einem begehbaren Labyrinth verarbeitet.

Der Lions Club Gelsenkirchen Buer unterstützt dieses Projekt sowohl finanziell als auch künstelerisch durch die Gestaltung von zwei Bettlaken.

Mit diesem Projekt wollen die Kunstschaffenden aus Gelsenkirchen das Thema "Schmutzige Wäsche waschen" oder auch "Wie weiß ist eine weiße Weste eigentlich" auf ungewöhnliche Art bearbeiten. Am Ende steht die Erkenntnis, dass unter "weißen Westen" bisweilen schwarze Flecken getragen werden. Der künstlerische Beitrag der Justizvollzugsanstalt reiht sich ein in das Dachprojekt "Schattenkultur", das vom nordrhein-westfälischen Justizministerium sowie von der katholischen und der evangelischen Kirche getragen wird. Zum Abschluss der Arbeiten werden die Stoffbahnen in das alte Hafthaus nach Moers transportiert. Dort - so die Vorstellung des Künstlers - sollen im Labyrinth die Schatten erlebbar sein.

Projektinformation des Justizministeriums NRW
Projektbeschreibung der evangelischen Kirche