6. Schloss Berge-Konzert am 21.09.2012

Alfia Kamalova und Joachim Gabriel Maaß, beide Träger des Gelsenkirchener Theaterpreises, haben am 21. September 2012, 19.30 Uhr, beim 6. Schloss-Berge-Konzert des Lions Club Gelsenkirchen-Buer einen glanzvollen Abend mit Liedern, Arien und Duetten gegeben. Begleitet wurden sie dabei von Bernhard Stengel, Kapellmeister am Musiktheater im Revier. Herburg Terveer-Miassojedov stellte mit einer launigen Moderation die Verbindung zwischen den Stücken her.

Pressestimmen

Impressionen des Konzertabends

Alfia Kamalova

Die 1980 in Estland geborene Sopranistin Alfia Kamalova hatte seit dem 6. Lebensjahr Klavierunterricht an der Musikschule und studierte zunächst auch dieses Instrument am Konservatorium, ehe sie im Jahr 2000 an der Eesti Muusikaakadeemia in Tallinn bei Anu Kaal ein Gesangsstudium aufnahm. Parallel dazu studierte sie bei der weltweit renommierten Gesangspädagogin Anita Välkki an der Sibelius Akademie in Helsinki, und sie absolvierte Meisterkurse in Tallinn und Helsinki bei Maria Venuti, Monica Groop und Tom Krause. Bereits während des Studiums trat sie in mehreren Opernproduktionen in Finnland und Estland auf, u.a. als Gretel und als Servilia („La clemenza di Tito“) sowie als Roxane in Eino Tambergs „Cyrano de Bergerac“. Im Juni 2005 wurde sie beim sogenannten Nachwuchsvorsingen in der Semperoper im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins durch die ZBF den versammelten IntendantInnen und GeneralmusikdirektorInnen vorgestellt und sozusagen vom Fleck weg ans Stadttheater Gießen engagiert. Dort debütierte sie im Oktober desselben Jahres als Nannetta in Verdis „Falstaff“. Seitdem kam eine ansehnliche Zahl von Partien aus Oper, Operette und Musical hinzu wie Hodel in „Anatevka“, Komtesse Anastasia („Die Csárdásfürstin“), Esmeralda („Die verkaufte Braut“) und Mozarts Bastienne. Seit der Spielzeit 2008/2009 ist Alfia Kamalova am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen engagiert. Sie hat in dieser Zeit Blonde aus „Die Entführung aus dem Serail“, Gretel aus „Hänsel und Gretel“, Belinda aus „Dido und Aeneas“, Papagena aus „Die Zauberflöte“, Marie aus „Zar und Zimmermann“.

Im Mai 2010 gastierte Alfia Kamalova zum 80-Jährigen Geburtstags-Jubiläum des Komponisten Eino Tamberg an der estnischen Nationaloper in Tallinn als Roxane in dessen Oper „Cyrano de Bergerac“.

Für ihre Leistungen in der Spielzeit 2009-2010 erhielt Alfia Kamalova den Gelsenkirchenner Theaterpreis.

Joachim Gabriel Maaß

Joachim Gabriel Maaß wurde in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur studierte er Gesang bei Frau Prof. Ingeborg Reichelt am Robert-Schumann-Institut der Musikhochschule Rheinland.

Nach bestandener Künstlerischer Reifeprüfung setzte er sein Studium bei Kammersänger Prof. Otto Edelmann an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien fort und schloss es mit der Diplomprüfung ab. Im Dezember 1983 legte er sein Konzertexamen am Robert-Schumann-Institut in Düsseldorf ab. Neben zahlreichen Verpflichtungen bei geistlichen und weltlichen Konzerten wurde J.G. Maaß im Rahmen von Stückverträgen an der Wiener Kammeroper und an der Westdeutschen Kammeroper in Neuß engagiert. Sein erstes festes Engagement trat er 1985 am Theater der Stadt Oberhausen an, wo er bis 1988 tätig war.

Seit 1988 ist er Mitglied des Ensembles des Musiktheaters im Revier, Gelsenkirchen. Er gastierte u.a. in Düsseldorf, Köln, Mannheim, Heidelberg, Aachen, Kiel und Lübeck. Im Jahr 2001 wurde er mit dem Gaukler, dem Publikumspreis der Volksbühne Wuppertal, 2004, 2008 und 2011 mit dem Publikumspreis der Theatergemeinde Gelsenkirchen und 2011 mit dem Theaterpreis der Stadt Gelsenkirchen, gestiftet von der Sparkasse Gelsenkirchen, ausgezeichnet.

Bernhard Stengel

Bernhard Stengel wurde in Wuppertal geboren. Nach dem Abitur studierte er in Köln die Fächer Schulmusik, Liedbegleitung, Kammermusik und Dirigieren und absolvierte ein Examen als Klavierlehrer.

Seit 1981 ist er am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen als Dirigent und Solorepetitor engagiert. Außerdem übernahm er in der Zeit von 2001 bis 2008 auch die Funktion des Studienleiters. Sein Repertoire umfaßt viele Produktionen in den Bereichen Oper, Operette und Musical. Darüberhinaus war er die letzten 10 Jahren ständiger Dirigent der Produktionen des Schindowski-Balletts. Darunter befanden sich sowohl Werke des klassisch-romantischen Repertoires wie Beethovens “Geschöpfe des Prometheus” oder Adams “Giselle”, aber auch Werke von Henze und Schönberg. Die Neue Philarmonie Westfalen hat ihn häufiger für Konzerte engagiert, u.a. leitete er mehrere Jahre die Neujahrskonzerte des Orchesters. Gastspiele führten ihn z.B. nach Süd-Korea, wo er 2004 ein Konzert des Seoul Royal Symphony Orchestra dirigierte. Als Liedbegleiter trat er in verschiedenen europäischen Ländern auf, z.B. gab er mit den Tenor Torsten Kerl eine direkt vom Rundfunk übertragene Liedmatinee im Théatre du Châtelet in Paris. In Zusammenhang mit der von Manfred Jung geleiteten “Jungen Musiker Stiftung” ist er als Klavierbegleiter für verschiedene Gesangsmeisterkurse in Bayreuth gefragt, u.a. mit Harald Stamm und Brigitte Fassbaender.

Reich mir die Hand (leider schon ausverkauft)